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So erkennen Sie einen guten Winterreifen

Winterreifen Pflicht

Winterreifen Pflicht - flickr/quinet

Der Winter naht mit großen Schritten, die bundesdeutschen Straßen sind bald wieder mit Schnee und Eis bedeckt. Daher sollte der Autofahrer gut gerüstet in die kalte Jahreszeit starten und rechtzeitig Winterreifen auf seinen Pkw montieren.

Idealerweise hat man die Winterreifen von Mitte Oktober bis Mitte April an seinem Fahrzeug.
Die Restprofiltiefe sollte nicht unter 4 mm liegen. Wird diese Profiltiefe unterschritten, sollten neue Winterreifen gekauft werden. Diese 4 mm sind ein empfohlener Richtwert, eine Unterschreitung ist noch nicht bußgeldbewehrt (erst ab Unterschreitung von 1,6 mm ist eine Geldbuße fällig). Dennoch sollte man zur eigenen Sicherheit auf schnee- bzw. eisbedeckten Fahrbahnen nicht mehr mit Reifen fahren, welche diesen Wert unterschreiten.

Es wurden wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, die beweisen, dass die Reifenhaftung zwischen 3 bis 4 mm deutlich abnimmt.
Ein Bremsvergleich zwischen Winterreifen und Sommerreifen zeigt den Unterschied. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h benötigt ein Pkw mit Winterreifen 28,7 m zum Anhalten, ein Pkw mit Sommerreifen bei selbem Tempo 52,5 m. Das heißt, der Anhalteweg mit Sommerreifen ist 23,8 m länger. Das ist eine beachtliche Wegstrecke und das sollte der verantwortungsvolle Autofahrer sich immer vor Augen halten.

Wie erkennt man aber gute Winterreifen? Die „geeignete Bereifung“ hat der Gesetzgeber nicht eindeutig geregelt. Gebräuchlich ist aber die Markierung von Winterreifen mit dem Schneeflockensymbol oder mit der M+S-Kennzeichnung (alternativ M&S oder M.S.). Sind diese Zeichen auf dem Winterreifen, sind die Reifen normalerweise einem zusätzlichen Test zur Wintertauglichkeit unterzogen worden. Für die Anerkennung als Winterreifen sollte man aber hauptsächlich auf die Bezeichnung M+S Wert legen. Das Schneeflockensymbol ist nämlich gesetzlich nicht geschützt. Winterreifen erkennt man an den Lamellen (das sind feine Einschnitte in den Reifen, meist zickzackförmig), die Griffkanten für den Schnee auf der Fahrbahn bilden.

Natürlich gibt es modellabhängig Qualitätsunterschiede bei den Winterreifen. Hilfe bieten die Stiftung Warentest, der ADAC oder Fachzeitschriften, welche die neuesten Ergebnisse ihrer Winterreifentests veröffentlichen. Der Pkw-Fahrer kann sich auch bei einem Reifenfachhandel informieren. Auf alle Fälle sollte man bei der Qualität nicht sparen, denn gute Winterreifen können Leben retten. Zu empfehlen sind Kompletträder mit Felge, dann geht das Aufziehen der Reifen viel schneller. Wer etwas sparen will, sollte seine Winterreifen auf billiger.de bestellen, da man dort die Preiseauch für Markenreifen sehr gut vergleichen kann.

Abschließend gilt zu beachten, dass nach der Straßenverkehrsordnung der Autofahrer verpflichtet ist, die Ausrüstung seiner Kraftfahrzeuge den Wetterverhältnissen anzupassen. Das bedeutet Winterreifenpflicht bei Schnee und Eis auf der Fahrbahn.

Gute Fahrt!

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