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Wann ist eine Vollkaskoversicherung sinnvoll?

KfZ Versicherung

KfZ Versicherung - flickr/natloans

Die sogenannten Kaskoversicherungen versichern Schätzen am eigenen Fahrzeug. Im Schadensfall – unabhängig davon, ob selbst- oder fremdverschuldet – übernimmt die Versicherung mit einer Vollkaskoversicherung die anfallenden Reparaturkosten. Voraussetzung für die Kostenübernahme des Schadens durch die Versicherung ist jedoch, dass im Vorfeld die richtige Typ einer Kaskoversicherung abgeschlossen worden ist.
Der Abschluss einer Kaskoversicherung ist im Vergleich zu der in Deutschland obligatorischen Haftpflichtversicherung freiwillig. Wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Während die Haftpflichtversicherung nur Schäden, die an fremden Fahrzeugen verursacht worden sind, übernimmt, zahlt die Kasko-Versicherung auch den eigenen Schaden.

Vollkasko und Teilkasko
Die teils vorherrschende Annahme, eine Teilkasko- würde sich von einer Vollkaskoversicherung nur durch die Höhe einer etwaigen Selbstbeteiligung im Schadensfall unterscheiden, ist schlicht falsch. Die Teilkaskoversicherung deckt allgemeine, nicht kalkulier- und beeinflussbare Schäden am eigenen Fahrzeug ab, die nicht primär mit der Person des Fahrzeughalters in Verbindung stehen. Dabei kann es sich etwa um einen Wildschaden handeln oder Schäden durch Wetter, wie Hagel, Überschwemmungen etc. Auch ein Diebstahl bzw. Vandalismus ist durch die Teilkaskoversicherung abgedeckt.

Die Vollkaskoversicherung hingegen zahlt bei sämtlichen Schäden am eigenen Fahrzeug, also auch bei selbstverschuldeten. Beide Versicherungstypen können grundsätzlich mit oder ohne Selbstbeteiligung abgeschlossen werden. Die Höhe der Selbstbeteiligung liegt in der Regel zwischen 150 und 1000 Euro. Die Höhe der Selbstbeteiligung bestimmt zudem die jährlichen Versicherungsgebühren. Bei der Vollkaskoversicherung gibt es wie bei der Haftpflichtversicherung die sogenannten Schadensfreiheitsklassen, die den Versicherungsbeitrag deutlich reduzieren können und somit langjähriges vorsichtiges und unfallfreies Fahren belohnen. Diese Möglichkeit der Rabattierung gibt es bei den Teilkaskoversicherungen nicht.

Lohnt sich eine Vollkaskoversicherung?
Ob sich eine Vollkaskoversicherung lohnt, muss in jedem individuellen Fall berechnet werden. Hinzu kommt, dass außerdem zu klären ist, wie risikobewusst der Fahrzeughalter ist bzw. welches Risiko er in Kauf nehmen möchte. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass sich eine Vollkaskoversicherung ganz besonders bei Neuwagen mit einem hohen Listenpreis lohnt. Auch bei hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen, die sich in einem guten oder neuwertigen Zustand befinden, ist über eine Vollkaskoversicherung nachzudenken. Bei älteren Fahrzeugen ist die Vollkasko meist nicht zu lohnenswert. Im Extremfall kann es sogar sein, dass die Versicherungsbeiträge den Zeitwert des Fahrzeuges übersteigen.

Im Falle eines Schadens sollten Sie die Folgekosten, die z.B. durch eine Hochstufung in der Versicherung auf Sie zukommen würden, abwägen und verrechnen. Viele Versicherungen bieten dazu Beratungsgespräche an. icht selten ist es empfehlenswert, kleine Schäden selbst zu zahlen, um höhere Beiträge auf lange Sicht zu vermeiden, die die Schadenshöhe im Gesamten übersteigen würden. Sie sollten die Beitragsunterschiede einer Teil- und Vollkasko im Vorfeld genauestens vergleichen: Jeder Fall ist verschieden. Nicht selten ist die Vollkaskoversicherung aufgrund des Schadenfreiheitsrabattes in den Gebühren günstiger als eine Teilkaskoversicherung und deckt dabei zugleich alle Schäden mit ab, die zum Versicherungsschutz der Teilkaskoversicherung gehören.

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