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Archiv für die Kategorie ‘Automobilia’

Winterreifen-Verordnungen auch im Ausland nicht zu vernachlässigen

15. Oktober 2012 Keine Kommentare

cc by flickr / smitty42

Wenn die kalte Jahreszeit beginnt, ist hierzulande zwar ein Großteil aller PKW´s mit M+S Bereifung unterwegs, wobei aber auch immer wieder Fahrzeuge mit Sommer- oder Abgenutzten Winterrädern den Weg blockieren. Um einiges schlimmer ist es hingegen, wenn der falsche Pneu zu gefährlichen Situationen beziehungsweise sogar schweren Verkehrsunfällen führt. Hier drohen neben Ärger mit Versicherung und Polizei auch Verletzungen, die eigentlich leicht hätten umfangen werden können. Daher empfehlen Experten explizit die Nutzung einer Winterbereifung, die nicht zu alt ist und noch reichlich Profil vorzuweisen hat. Eine weichere Materialmischung und viele Querlamellen sorgen hier auf Schnee, Eis und Matsch für spürbar mehr Traktion, eine bessere Verzögerung und stabile Seitenführung. All diese Vorteile werden nicht nur in Deutschland eingesetzt, sondern sind auch im Ausland ein Thema, mit dem sich besonders Reisende in den Wintermonaten befassen sollten.

Eine konsequente Winterreifen-Verordnung gilt beispielsweise in der Schweiz. In Österreich greift die Verordnung zwischen Anfang November und 15. April, wobei diese nur bei Fahrten auf Schnee, Eis und Matsch beachtet werden muss. In den genannten Alpenländern ist in einigen Regionen selbst mit neuwertigen Winterreifen und Allrad-Antrieb kaum ein Vorankommen möglich. Hier sind dann so genannte Spikes-Reifen und Schneeketten erlaubt, die noch besser auf Schnee und Eis greifen. In Frankreich gibt es keine Pflicht für die Nutzung von Winterpneus, wobei diese aber per Schilder oft empfohlen werden. Auch Spikes können hier bis Ende März gefahren werden. In den Benelux-Staaten spielen Winterräder keine Rolle, wobei Luxemburg nun erstmals eine angepasste Bereifung bei winterlichen Straßenverhältnissen vorschreibt.

Eine generelle Winterreifenpflicht gibt es in Finnland, wobei selbst bei „schönem“ Wetter Strafen bei der Sommerreifen-Nutzung drohen. Im skandinavischen Raum sollten generell unbedingt gute Saisonreifen gefahren, wobei ertappte Touristen oft mit einer mündlichen Ermahnung davonkommen. Da dieses aber nicht in ganz Europa so sein muss, sollte man sich vor Antritt der Auslandsfahrt immer über die jeweiligen Verordnungen und eventuellen Änderungen informieren.

Das ist das flachste Auto der Welt

30. September 2012 Keine Kommentare
AMI in Leipzig

© by flickr/ Steffen Klaus

In der Automobilbranche gibt es heutzutage so gut wie alles zu finden, wobei darunter auch das flachste Auto der Welt zählt. Genauer betrachtet hat es den Namen Mirai und wurde auf einer Highschool (Okayana Sanyo) in Asakuchi gebaut. Am Bau selbst waren jedoch keine Ingenieure oder ähnlich ausgebildete Menschen beschäftigt, denn der Mirai (Bedeutung: „Zukunft“) wurde „lediglich“ von neun Lehrern und elf Schülern in die Tat umgesetzt.

Das flachste Auto der Welt kommt mit gerademal 45,2 (Höhe) cm aus, sodass der Wagen einem Durchschnittsmann bis ans Knie reicht. Bei der Länge gibt es dagegen keine große Überraschung, denn mit 2,48 m ist das Fahrzeug nur knapp kürzer als ein Smart Fortwo. Bei der Breite ist der Unterschied dagegen wieder größer, denn hier fehlen dem Mirai um die 30 cm. Im Vergleich zu einem Supersportwagen, wie dem Lamborghini Aventador, ist sogar dieser ein echtes Hochplateau, was sich aber natürlich im Vergleich mit einem Geländewagen noch deutlicher zeigt.

Der Mirai schafft es nicht nur auf den Straßen die Blicke auf sich zu reißen, denn mit seiner Höhe ist dem Wagen der Eintrag ins „Guinness Buch der Rekorde“ sicher. Beim Thema Straßenzulassung gibt es übrigens eine echte Überraschung, denn das Auto verfügt in Japan tatsächlich über diese Papiere. In der Praxis sieht es jedoch etwas anders aus, denn wenn der Mirai auf die Straße fährt, dann nur im Konvoi. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der knallgelbe Flitzer übersehen wird und es zu einem schweren Unfall kommt. Für den Antrieb sorgen zwei kleine Elektromotoren, die zusammen eine Leistung von 540 Watt haben und das Fahrzeug auf maximal 50 km/h beschleunigen.

Untersuchung belegt: Autogas umweltschonender als Erdgas

1. September 2012 Keine Kommentare

cc by flickr / Tom Arthur

Mit den steigenden Benzinpreisen und der hohen Umweltbelastung von normalem Benzin steigt das Interesse und die Nachfrage an alternativen Kraftstoffen. Dabei ist es nicht immer leicht, den Überblick über die günstigsten und umweltfreundlichsten Varianten zu behalten, die Angaben der Hersteller über den CO2-Ausstoß pro Kilometer täuschen nämlich über die Realität hinweg.

Nimmt der Autokäufer die reinen Zahlen des CO2-Ausstoßes pro Kilometer zum Anlass, dann sind Autos mit Erdgasbetrieb für ihn eindeutig die umweltfreundlichste Variante. Sie bescheinigen Benzin pro Kilometer 72,5 Gramm CO2 Ausstoß, Autogas 65,8 Gramm und Erdgas 58,4 Gramm. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes hat diese Fehlannahme jedoch kürzlich durch eine wissenschaftliche Untersuchung enttarnt. Bei der Berechnung des CO2-Ausstoßes müssen auch der Herstellungsprozess und das Gewicht der zum Betrieb notwendigen Anlage berücksichtigt werden, wie die Untersuchung besagt. Dann ergibt sich ein anderes Bild: Bei Autos mit Autogasanlagen ist der Verbau von zusätzlichen Gewicht bei der Umrüstung nicht nötig und der Herstellungsprozess verursacht lediglich 8 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer. Im Gegensatz dazu fallen für die Herstellung von Erdgas 14,5 Gramm CO2 an und es muss eine 150 Kilogramm schwere Anlage zum Speichern des Gases verbaut werden, die den Vorteil von Erdgas zunichte macht.

An der Tankstelle ist Erdgas hingegen die günstigere Kraftstoffvariante. Da es einen doppelt so hohen Brennwert wie Autogas besitzt, wird hier der leicht höhere Preis von Erdgas mehr als relativiert, sodass auch trotz des höheren Gewichts von Erdgasautos ein kleiner Vorteil bestehen bleibt. Allerdings müssen auch die Kosten für eine Umrüstung in Betracht gezogen werden, wenn der Autofahrer nicht einen Neuwagen kauft. Diese fällt beim Erdgas mit 2500 Euro stärker ins Gewicht als bei Autogas (1500 Euro).
Wer eine hochwertige Autogas Umrüstung sucht, kann inzwischen übrigens auf ein Zertifikat des Deutschen Verband Flüssiggas e.V. zurückgreifen, welches die besten Umrüstungswerkstätten in Deutschland auflistet.

Schlechte Noten für deutsche Autohersteller im US-Crashtest

15. August 2012 Keine Kommentare

flickr.com / Winkelbohrer

Ein neuer realitätsnaher Crashtest in den USA sorgt für Aufregung bei deutschen Autobauern. Im Sicherheitscheck versagten die Mercedes C-Klasse, der Audi A4, der Lexus ES 350 sowie der Lexus IS 250/350. Mit einem grenzwertigen Ergebnis schnitten der Volkswagen CC und der 3er BMW ab. Testsieger sind der Volvo S60 und der Acura TL von Honda.

Das amerikanische Verkehrsinstitut IIHS ließ im Crashtest 13 Mittelklasselimousinen mit dem Scheinwerfer voran gegen ein Hindernis fahren. Die kleine Aufprallfläche erschwerte den Fahrzeugen, die Aufprallenergie zu absorbieren und somit die Unfallfolgen abzuschwächen.

IIHS-Präsident Adrian Lund erklärte: „Nahezu jedes neue Auto zeigt gute Ergebnisse bei frontalen Crashtests, trotzdem sterben jedes Jahr 10 000 Menschen bei Frontalzusammenstößen. Der Hauptgrund dafür sind die Zusammenstöße, bei denen der Wagen nur mit einem kleinen Teil seiner Front aufprallt. Das neue Testprogramm entspricht den Unfällen auf unseren Straßen.“

Im US-Test flog die Fahrertür des Volkswagen CC weg. Beim A4 öffnet sich die Tür. Bei einem wirklichen Unfall hätte es die Fahrer aus den Fahrzeugen geschleudert. Beim 3erBMW, der C-Klasse und dem CC versagten die Gurtkraftbegrenzer. Sie boten zu viel Spiel. Der Crashtestdummie schleuderte gegen die harten Oberflächen im Wageninneren.

Die Fahrgastzelle des Lexus war 10-mal schwerer durch den Aufprall zerstört als die des Volvos S60, dem Testsieger. Die A-Säule verbog sich. Das linke Vorderrad drückte sich in den Fußraum und klemmte den linken Fuß des Crashtestdummies ein. Sein rechter Fuß verkeilte sich unter dem Bremspedal. Das Gleiche passierte beim Test der C-Klasse. Bei sieben der dreizehn getesteten Fahrzeuge öffneten sich die Front- beziehungsweise Seitenairbags nicht. Von den sechs Seitenairbags, die sich öffneten, boten vier nur einen ungenügenden Aufprallschutz.

Keines der Fahrzeuge war nach dem Aufprall noch fahrtüchtig.Im wirklichen Leben hätte man sie in ihre Einzelteile zerlegt und über einen Online Versandhandel für Ersatzteile verkauft.

Nach Veröffentlichung der Testergebnisse kommentierte ein Mercedes-Sprecher in Stuttgart: „Der Test entspricht nicht dem realen Unfallgeschehen, ein Zusammenstoß auf Scheinwerfer-Breite ist statistisch nach unseren Daten nicht signifikant. Wir trauen dem realen Unfallgeschehen mehr als Crashtests unter Laborbedingungen.“ Er kündigte ebenso wie der Audi-Sprecher an, die Testresultate in die Entwicklung künftiger Modelle einfließen zu lassen.

Heißer Sommer für Gebrauchtwagen

28. Juli 2012 Keine Kommentare
Mercedes B-Klasse

Mercedes B-Klasse

Während sich das Wetter in diesem Sommer eher gemäßigten Temperaturbereichen bewegt, hat sich der Gebrauchtwagenmarkt zu einem heißen Pflaster entwickelt.

In diesem Jahr greifen Privatkunden bei Neuwagen weiterhin nur zögerlich zu, der Neuwagenmarkt stagniert. Bei den Gebrauchtwagen dagegen steigt der Absatz stetig. Allein im Juni wechselten mehr als eine halbe Million Gebrauchte den Besitzer, stellten die Marktbeobachter von Schwacke fest. Insgesamt fanden im ersten Halbjahr 2012 3,5 Millionen Gebrauchtfahrzeuge einen neuen Halter, das entspricht einer Umsatzsteigerung von 2,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Somit ist der Aufwärtstrend auf dem Gebrauchtwagenmarkt bereits das dritte Jahr ungebrochen, besonders jüngere Gebrauchte ab etwa Baujahr 2006 sind gefragt.

Deutsche Hersteller sind besonders beliebt
Einen guten Überblick über die aktuellen Angebote bietet eine Autobörse wie Car4You. Sollten Sie dort fündig werden, denken Sie an eine Checkliste für den Gebrauchtwagen-Kauf, so schützen Sie sich vor unliebsamen Überraschungen. Die höchste Käufergunst genießen auch in diesem Jahr die deutschen Hersteller. Die Gebrauchten von Volkswagen haben bisher die Nase vorn, 121 000 Fahrzeuge wechselten den Besitzer. Mit immer noch beachtlichen knapp 70 000 Autos schob sich Opel auf den zweiten Platz nach vorne und verdrängte damit BMW/Mini und Mercedes-Benz, der Stuttgarter Autobauer fiel sogar ganz aus den Top Ten. 53 000 mal sind bisher Gebrauchtwagen von BMW oder Mini umgeschrieben. Die Hersteller Ford und Audi reihen sich dahinter ein.

Die meist gefragten Importfahrzeuge stammen zurzeit aus dem Hause Renault/Dacia, auch die Modelle von Toyota sind gefragt. Letzteres dürfte am steigenden Interesse nach alternativen Antrieben liegen.