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Artikel Tagged ‘Abwrackprämie’

Rabatte für Neuwagen steigen wieder an

30. September 2011 Keine Kommentare
Dacia Duster

Dacia Duster

In Deutschland steigen die Rabatte, die die Autobauer auf Neuwagen gewähren, wieder an. Das hat eine aktuelle Untersuchung ergeben. Hohe Preisnachlässe können sich Autokäufer vor allem bei den Importeuren sichern. Aber auch bei deutschen Fabriken sind attraktive Rabatte der Studie zufolge nicht ausgeschlossen. Die aktuelle Untersuchung wurde durch das Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen durchgeführt. Den Ergebnissen zufolge ist die Zahl der Rabattaktionen, die öffentlich beworben wurden, auf ein neues Rekordhoch geklettert. Demnach wurden durch den CAR-Rabatt-Index insgesamt 53 offene Rabattaktionen gezählt. Noch nie zuvor kam der Index auf einen solch hohen Wert. Berücksichtigt wurden dabei sämtliche Herstelleraktionen, die öffentlich beworben wurden und die mit Preisvorteilen von 20 Prozent oder mehr einhergingen.

Das Rabattniveau erreicht im September seit März 2010 einen neuen Höchststand, wenn die nicht beworbenen Aktionen ebenfalls berücksichtigt werden. Im März 2010 kämpfte die Automobilbranche mit den Spätfolgen der Abwrackprämie in Deutschland. Besonders aggressiv im Umgang mit Nachlässen zeigten sich nach Angaben der Studienautoren die Importeure. Die deutlichsten Preisabschläge wurden dabei von den Herstellern wie Fiat, Citroen, Renault und Honda gewährt. Doch auch die US-Marke Chevrolet reihte sich in die Riege der Hersteller mit den höchsten Preisnachlässen ein. Auch bei deutlichen Autobauern dürfen sich die Kunden der Studie zufolge auf deutliche Preisnachlässe verlassen. Bei einzelnen Modellen winken Rabatte von mehr als zehn Prozent.

Aktuelle Lage im Gebrauchtwagenmarkt nach Wirtschaftskrise und Abwrackprämie

1. Mai 2011 Keine Kommentare
Fiat Logo

Fiat Logo

Im Dezember 2009 wählte die Gesellschaft für deutsche Sprache das Wort „Abwrackprämie“ zum Wort des Jahres 2009. Die hatte und hat freilich nichts mit dem Erfolg dieser dirigistischen Maßnahme gemein. Denn die Abwrackprämie, offiziell gar „Umweltprämie“ genannt, hat wirtschaftlich keinerlei nachhaltigen Erfolg gebracht. Die Gründe sind einleuchtend: Die Prämie von € 2500 bei Kauf eines Neuwagens und Verschrottung eines gebrauchten PKW bewirkte lediglich ein konjunkturelles Strohfeuer, welches in den Folgejahren 2010 und 2011 zu einer spürbaren Verschlechterung der Verkaufszahlen im Inland führen.
Denn die Verkaufzahlen, die naturgemäß in 2009 gestiegen waren, sind lediglich vorgezogene Neuwagenkäufe.

Auch aus Sicht der Umweltpolitik, Schutzschild, Vorwand und Namensgeber dieser teuren und unsinnigen Konjunkturmaßnahme, war dieser Eingriff in den Markt sinnlos. Denn selbst das Umweltministerium erkennt an: „Zur CO2-Minderung des Pkw-Verkehrs tragen die neuen Pkw kaum bei“. Diese Aussage ist verständlich und richtig, denn das frühzeitige Verschrotten eines älteren PKW kann die Umweltbelastung, die bei der Neuproduktion verursacht, wird bei Weitem nicht kompensieren. Teilweise ist es also umweltverträglicher weiter seinen Gebrauchtwagen zu fahren.

Insgesamt fünf Milliarden Euro hat der deutsche Fiskus für diese Maßnahme bezahlt. Oder anders erklärt: 27 Millionen Steuerpflichtige haben zwei Millionen Autofahrer jeweils 2500 Euro geschenkt.
Die Behauptung, diese Subvention sei für die Steuerzahler kostenneutral wegen der Mehreinnahme der Mehrwertsteuer, ist ebenso falsch wie unsinnig. Die Mehreinnahmen in 2009 wurden durch die Steuerausfälle in den Folgejahren mehr als kompensiert.

Außerdem profitierten die ausländischen Autobauer überproportional. Fiat konnte seine Verkäufe an Neuwagen um unglaubliche 86 Prozent steigern, Kia, Hyundai und Suzuki konnten mit vergleichbaren Zahlen aufwarten. Insgesamt wurde der Marktanteil ausländischer Autobauer um fast 11 Prozentpunkte auf rund 55 Prozent ausgebaut werden.
Ein weiterer negativer Nebeneffekt war, dass die Nobelmarken wie BMW, Audi und Mercedes ihre Gebrauchtwagen wegen dem Run auf geförderte Neuwagen als Ladenhüter quasi unverkäuflich in ihren Filialen behielten. Der Gebrauchtwagenmarkt brach breitflächig ein und erholt sich aktuell erst wieder.

Was für die deutsche Autoindustrie sinnvoll war, war ganz sicher nicht die sogenannte Abwrackprämie, sondern vielmehr die Kurzarbeit aber – von der deutschen Politik unerwartet und unbeabsichtigt – die Globalisierung, denn es entstand eine unerwartete Nachfrage deutscher Fahrzeuge aus dem Ausland. Bleibt zu hoffen, dass die deutsche Wirtschaftspolitik aus diesem Fiasko Konsequenzen zieht.

Deutsche Autofahrer bevorzugen PS-starke Modelle

12. September 2010 Keine Kommentare

Während der Abwrackprämie setzten deutsche Verbraucher beim Autokauf auf wenig PS. Mittlerweile hat sich dieses Bild jedoch geändert. Immer mehr Autofahrer drücken wieder auf die Tube und entscheiden sich für hohe PS-Zahlen. Der verkaufte Durchschnitts-Neuwagen hat einer aktuellen Studie zufolge 130 PS. Dabei werden aktuell die stärksten Maschinen in Hybridmodellen verbaut. So setzen Deutsche, die ein Hybridfahrzeug kaufen möchten, in erster Linie auf Modelle, die mit ausreichend PS aufwarten können und das obwohl den Hybridmotoren doch ein gewisser Umweltschutz nachgeredet wird. Während bei einem durchschnittlichen Benziner hierzulande 118 PS vollkommen ausreichend sind, sind bei den Hybridfahrzeugen durchschnittlich 164 PS gefragt.

Die Studie, die Ergebnisse zum Kaufverhalten der Deutschen liefert, wurde durch das Car-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen durchgeführt. Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland überwiegend Modelle mit 129,8 PS zugelassen. Noch im vergangenen Jahr drückte die Abwrackprämie diesen Wert nach unten, sodass ein Durchschnittswert von 118 PS angegeben wurde.

Während öffentlich immer wieder von einer Trendwende die Rede, beweist die aktuelle Studie das Gegenteil. So setzen die Deutschen auch weiterhin nur ungern auf Bescheidenheit beim eigenen Auto. Dabei ist die wachsende PS-Zahl ein echter Langzeittrend. Statistisch wurde immerhin für jeden Golf mit 70 PS ein Wagen mit 190 PS verkauft. Jeder Miniwagen zog einen Boliden mit mehr als 200 PS nach sich. Die Deutschen sind aber auch im europaweiten Vergleich weit vorn, denn der europäische Durchschnitt liegt aktuell bei 111 PS.