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Artikel Tagged ‘Assistenzsysteme’

ACE und ARBÖ überprüfen Vertretbarkeit der Infotainment-Angebote

20. Juli 2011 Keine Kommentare
Audi S5

Audi S5

Die Autobauer setzen auf breiter Ebene auf einen anhaltenden Ausbau der Assistenzsysteme. Immer mehr Assistenzsysteme, die dem Fahrer die Fahrt eigentlich erleichtern sollen, finden in den Fahrzeugen Anwendung. Doch während sie bei dem einen den Spieltrieb wecken und somit für eine gewisse Begeisterung sorgen, lösen sie bei den anderen Fahrern nervöses Verhalten aus. Nicht immer lassen sich die Infotainment-Angebote der Fahrzeuge problemlos und kinderleicht bedienen. Ob die Vielzahl an Angeboten dieser Art in Autos überhaupt noch vertretbar ist, wollten der ACE und sein Partnerclub ARBÖ wissen. Sie haben gleich mehrere Fahrzeuge mit einem umfangreichen Infotainment-Angebot auf den Prüfstand gestellt. Zu klären war die Frage, ob diese Systeme gegebenenfalls auch Unfallgefahren heraufbeschwören können. Als wissenschaftlicher Partner ist bei der aktuellen Untersuchung das Christian-Doppler-Labor der Universität Salzburg aufgetreten.

Einst erwies sich die Einstellung eines Radiosenders im eigenen Auto als doch recht einfach. Ein einfaches Drehen und kurzes Drücken reichte aus, um den gewünschten Sender zu speichern. Mittlerweile sind die Radiosysteme in Fahrzeugen so komplex, dass sie dicke Bedienbücher erforderlich machen. Es ist verständlich, dass sich manch einer damit überfordert fühlt. Als Opfer der Tester erwiesen sich die Premium-Bediensysteme, die von den Herstellern Mercedes, BMW und Audi angeboten werden. Sie lassen viele Wünsche der Fahrer unberücksichtigt. Auch wenn die Hersteller schon jetzt mit Angeboten dieser Art um sich werfen, scheint festzustehen, dass das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht ist.

UDV stellt Verbesserungspotenzial bei neuen Fahrzeugen fest

21. September 2010 Keine Kommentare

Die Unfallforschung der Versicherer, UDV, hat sich gemeinsam mit der RWTH Aachen mit Maßnahmen auseinandergesetzt, die Unfallfolgen bei Fußgängern abschwächen können. Jedes Jahr sterben rund 600 Menschen im Straßenverkehr als Unfallopfer. Über 8000 Fußgänger werden bei einem Zusammenprall mit einem Fahrzeug schwer verletzt. Im Rahmen des Forschungsprojektes fand die UDV heraus, dass auch bei neuen Fahrzeugen erhebliches Verbesserungspotenzial besteht.

Bereits optimierte Stoßfänger und aufstellbare Hauben können den Aufprall eines Fußgängers bei einem Zusammenstoß mit einem Fahrzeug mildern. Gleiches gilt für Scheibenrahmenairbags. Zugleich spricht sich die UDV für Notbremsassistenten aus, die mit einer Fußgängererkennung ausgestattet sind.

Durch diesen Assistenten könnte die Geschwindigkeit vor dem Aufprall so stark reduziert werden, dass das Verletzungsrisiko geringer wäre. Allerdings unterstrich auch die UDV erneut, dass es sehr schwierig ist, Unfälle zwischen Fahrzeugen und Fußgängern so zu beeinflussen, dass schwere Folgen vermieden werden können. Entscheidend sind aber nicht nur die unterschiedlichen Fahrzeugfronten, sondern auch die verschiedenen Verhaltensweisen der Fußgänger.

Im Rahmen des Forschungsprojektes konnte unterstrichen werden, dass es bisher keinerlei Einzelmaßnahmen gibt, die bei allen Autoformen angewendet werden können. Das Schutzpotenzial kann nach Auffassung des UDV vor allem durch aktive Assistenzsysteme in Verbindung mit einer passiven Sicherheit erhöht werden. Entscheidend ist für die Unfallfolgen die Aufprallgeschwindigkeit. Basierend auf den Ergebnissen des Forschungsprojektes hat die UDV mehrere Maßnahmen formuliert, die künftig für einen besseren Schutz umgesetzt werden sollen.