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Artikel Tagged ‘Automobilmarkt’

Fiat wird neues Werk in Russland bauen

6. April 2011 Keine Kommentare

Wie viele andere Hersteller zieht auch Fiat die Konsequenzen aus dem Dekret 166, das von der russischen Regierung erlassen wurde. Wie der Autobauer in dieser Woche erklärte, wird man in Russland ein neues Werk errichten. Dafür nimmt Fiat Milliarden in die Hand. Der Bau des neuen russischen Werks geht für den Konzern mit Kosten in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro einher. Nach den Plänen des Autobauers möchte man in Russland künftig 300.000 Fahrzeuge pro Jahr bauen. Damit gibt Fiat dem stärker werdenden Druck von Seiten Russlands nach. Vor kurzer Zeit hat die russische Regierung das Dekret 166 erlassen. Durch dieses wird von den internationalen Autoherstellern verlangt, dass sie ab 2015 jedes Jahr mindestens 300.000 Autos in Russland selbst produzieren.

Halten sie das nicht ein, müssen sie auf die Autoteile hohe Einfuhr-Zölle bezahlen. Neben Fiat haben auch andere Autobauer auf die Entscheidung der russischen Regierung reagiert. Viele Hersteller wollen das Dekret 166 erfüllen. Immerhin ist Russland derzeit der am schnellsten wachsende Automobilmarkt in Europa. Damit geht er für die Hersteller auch mit einem enormen Potenzial einher. Mit dem Dekret 166 möchte die russische Regierung zusätzliche Arbeitsplätze im Land schaffen. Aus Unternehmenskreisen wurde bekannt, dass sich Fiat mit der russischen Staatsbank VEB und der EBRD bereits über die Finanzierung verständig hat.

Automobilmarkt der USA erholt sich weiter

2. Oktober 2010 Keine Kommentare

Im September konnte der Automobilmarkt in den USA erneut an Fahrt gewinnen und setzte seine Erholung fort. Die internationalen Autobauer konnten im letzten Monat wieder mehr Fahrzeuge verkaufen. Trotz der positiven Nachrichten macht sich eine gewisse Ernüchterung breit, denn der Vergleichsmonat im Jahr 2009 fiel unverhältnismäßig schwach aus. Grund dafür war das Auslaufen der US-amerikanischen Abwrackprämie Cash for Clunkers, die für ungewohnt schwache Absatzzahlen sorgte. Aufgrund der guten Ergebnisse im September hoffen Branchenbeobachter, dass der Markt auch in den letzten drei Monaten des laufenden Jahres mit guten Ergebnissen abschließen kann. Trotz guter Entwicklungen muss auch in diesem Jahr mit einem leichten Absatzrückgang gerechnet werden. Experten gehen davon aus, dass der Absatz auf insgesamt 11,3 Millionen Fahrzeuge sinken wird.

Über ein deutliches Plus konnte sich General Motors freuen. GM schaffte im September ein Plus von stolzen 11 Prozent und verkaufte insgesamt 173.155 Fahrzeuge. Damit konnte der Konzern die Erwartungen der Branchenbeobachter deutlich übertreffen. Besonders positiv verlief der Absatz in den vier Kernmarken GMC, Buick, Chevrolet und Cadillac.

Auch bei Chrysler konnte der September mit einem überraschenden Wachstum abgeschlossen werden. Im Vergleich zum Vorjahr verkaufte das Unternehmen 61 Prozent mehr Autos. Der Volumenhersteller konnte insgesamt 100.077 Autos auf die US-amerikanischen Straßen bringen. Im Herbst möchte Chrysler beim Absatz noch deutlicher an Schwung gewinnen. Grund dafür sollen die neuen Produkte sein, die in den kommenden Wochen in die Ausstellungsräume der Händler gelangen.