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’24 Tours du Pont‘ Potsdams Oldtimer-Rallye übertrifft alle Erwartungen

15. September 2015 Keine Kommentare

24-tours-du-pont-logoBenzingeruch und Motorengeheul in der Berliner Vorstadt. Ende August fand zum zweiten Mal die ’24 Tours du Pont‘ in Potsdam statt. Die kleine Rallye wurde schnell zum Publikumsmagnet. Ist sie doch eine einzigartige Darbietung klassischer Sport- und Rennwagen. Kai Desinger, Inhaber der Garage du Pont an der Glienicker Brücke, veranstaltete das hochkarätige Event, bei dem Fahrzeuge aus fünf Jahrzehnten starten und die Zuschauer zum Staunen brachten.

Ganze 24 Runden im 1,5 km Dreieckskurs dröhnten die Oldtimer in meheren Wagenklassen durch das kleine Potsdamer Stadtviertel und an der Havel entlang. Rund 36 Automobile der Jahrgänge bis 1941, 1945 bis 1960 und 1961 bis 1975 beteiligten sich am Rennen. Die Zuschauer kamen dabei voll auf ihre Kosten. Ein hart umkämpfter Platz an der Strecke war der Punkt für den obligatorischen Fahrerwechsel.

Getreu dem Motto dabei sein ist alles versammelten sich Tausende bei freiem Eintritt zum Concours um die technischen Antiquitäten in Aktion zu sehen. Übertriebene Raserei war nicht gefragt, denn die Zeit wurde nicht gestoppt.
Fixpunkt des Klassiker Event war an diesem Tag die „Garage du Pont“, eine aus den 1930 Jahren stammende, mit Liebe zum Detail restaurierte hübsche Tankstelle an der Berliner Straße nahe der Glienicker Brücke, die Potsdam mit Berlin Wannsee verbindet. Hier waren Boxengasse und Fahrerlager eingerichtet.

Auf dem Gelände der „Villa Schöningen“ die an diesem Tag zu Museum für Automobile avancierte, konnte man zwischen den geparkten Schönheiten wandeln und in vergangen Zeiten schwelgen. Anziehungsobjekt für Autonarren war der Alfa Romeo 8 C 2900 Le Mans von 1938. Er ist weltweit das einzige noch existierende Exemplar seiner Baureihe und wird auf mehrere Mio. Euro geschätzt.
Bei strahlendem Himmel und Sonnenschein herrschte eine Atmosphäre gleich dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das offensichtlich auch namentlich Pate für die Potsdamer Rallye stand.

Im Rahmenprogramm dem “Parc de l’Automobile Historique” wurden auf den Wiesen entlang der Schwanenallee viele Klassiker und historische Schätze vom fachkundigen Publikum bewundert. Hinzu kam in diesem Jahr ganz neu am Ufer des Jungfernsee auch ein Anlegeplatz für historische Schiffe und zahlreiche klassische Holzboote. Das Gelände der ehemaligen Kaiserlichen Matrosenstation Kongnaes lieferte den passenden Ankerplatz. Einige der Motorboote und Segelyachten nahmen sogar Gäste zu kurzen Ausflügen auf der Havel mit.

Mit Spannung und Vorfreude erwarten wir nun eine Fortsetzung der Oldtimer Rallye im kommenden Jahr und schauen uns insgeheim ein wenig auf mobile.de um, ob nicht doch zumindest ein günstiger Oldtimer bzw. Youngtimer in unser Budget passt.