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Artikel Tagged ‘Opel’

Brüssel verstärkt Druck auf Autohersteller

13. Juni 2012 Keine Kommentare
Peugeot 308

Peugeot 308 | © by flickr/ dmytrok

Brüssel verstärkt den Druck auf die Autohersteller weiter. Die Autobauer sollen den Sprit-Verbrauch in Zukunft realistischer angeben müssen. Dabei muss sich die Autoindustrie in Europa auf neue Eingriffe von Seiten der EU in ihr Geschäft einstellen. Im Rahmen dieser soll eine neue Messung des Spritverbrauchs ermittelt werden. Sie soll künftig realistischer gestaltet sein. Darüber hinaus soll nach den Plänen der EU neben Abgaben und Kohlendioxid letzten Endes auch der Lärm, der von Autos ausgeht, durch Gesetze begrenzt werden. Dies geht aus einem Strategiepapier der Cars-21-Gruppe vor. Bei ihr handelt es sich um eine Runde führender Vertreter der EU-Länder. Die Gruppe wurde von der EU eingerichtet.

Das Konzept zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Autoindustrie in der Europäischen Union soll von Industriekommissar Antonio Tajani und dem Chef des Branchenverbandes ACEA, Sergio Marchionne vorgestellt werden. Der Grund für den Bericht des durchaus hochkarätig besetzten Gremiums ist die anhaltende Branchenkrise in Europa. In Europa kämpft die Autoindustrie zusehends mit schwindenden Verkäufen, sowie der wachsenden Importkonkurrenz aus Korea. Während die deutschen Oberklassehersteller noch auf ein wachsendes Exportgeschäft verweisen können, gestaltet sich das Bild bei den Massenherstellern anders. Fiat, Opel und Peugeot haben mit hohen Verlusten und Überkapazitäten zu kämpfen. Die Cars-21-Gruppe geht davon aus, dass der europäische Automarkt auch im laufenden Jahr wieder schrumpfen wird. Dabei würde es sich um den fünften Rückgang infolge handeln. Nach aktuellen Prognosen sollen nur noch 12,4 Millionen Autos verkauft werden.

Astra-Produktion wird verlagert

20. Mai 2012 Keine Kommentare
Opel Astra GTC

Opel Astra GTC | © by flickr/ David Villarreal Fernández

Das Stammwerk des deutschen Autobauers Opel muss in diesen Tagen mit einem schweren Schlag zurechtkommen. Nach tagelangen Spekulationen steht nun fest, dass das Werk in Rüsselsheim die Astra-Produktion verlieren wird. Der Autohersteller hat sich dazu entschieden, die Produktion des Erfolgsmodells ins Ausland zu verlagern. Dort gestaltet sich die Herstellung des Astra preiswerter. Darüber hinaus ist Opel weiterhin zum Sparen gezwungen. Bereits ab 2015 soll der Astra nur noch im polnischen Gliwice und britischen Ellesmere Port produziert werden. Opel betonte zuletzt, dass es das Ziel sei, auch Rüsselsheim als modernstes Werk in Europa in vollem Umfang auszulasten.

In Gesprächen zwischen Management und Betriebsrat soll schließlich geklärt werden, wie die Auslastung in Zukunft gestaltet sein soll. Karl-Friedrich Stracke, Chef von Opel, betonte zum Schluss, dass ein wettbewerbsfähiges Werk Rüsselsheim eine wichtige Rolle im Bereich der Wachstumsstrategie des Herstellers spielt. Das Unternehmen ließ jedoch weiterhin offen, ob die Entscheidung zugunsten der Werke im Ausland auch Auswirkungen auf andere Standorte von Opel in Deutschland haben wird. Besondere Aufmerksamkeit wird an dieser Stelle dem Werk in Bochum zuteil. Zuletzt wurde über eine mögliche Schließung dieses Werks spekuliert. Die Mitarbeiter erhoffen sich jedoch bereits am Montag Klarheit. Am 21. Mai soll eine Belegschaftsversammlung in Bochum stattfinden. Wie für Rüsselsheim gilt auch für das Werk in Bochum eine Standortgarantie bis Ende 2014. Der Bochumer Betriebsrat sieht in der Entscheidung der Unternehmensführung jedoch ein Anstieg der Gefahr für das eigene Werk.

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Entscheidung über Astra-Produktion steht noch aus

16. Mai 2012 Keine Kommentare
Opel Astra GTC

Opel Astra GTC | © by flickr/ David Villarreal Fernández

Die Schlagzeilen um den deutschen Autobauer Opel reißen nicht ab. So machte die Belegschaft zuletzt mit einem Warnstreik auf die Pläne der Unternehmensleitung aufmerksam. Von Seiten des Managements wurde bekannt, dass darüber nachgedacht wird, die Astra-Produktion in Rüsselsheim zu beenden. Dabei handelt es sich bei dem Astra um das zweitwichtigste Modell des Stammwerks in Rüsselsheim. Ob die Baureihe auch in Zukunft noch in dem Werk gebaut wird, ist weiterhin unklar. Wie zuletzt von Seiten des Herstellers erklärt wurde, soll erst demnächst eine Entscheidung über die Astra-Produktion getroffen werden. Jedoch gilt es durchaus als vorstellbar, dass der Kompaktwagen in Zukunft nicht mehr in Rüsselsheim produziert wird. Für das Opel-Werk wäre die Einstellung der Produktion des Modells ein herber Schlag.

Wie von Seiten des Herstellers bekannt wurde, soll eine Entscheidung über die Produktionsstätte der nächsten Astra-Generation erst nach Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern gefällt werden. Damit geraten die Mitarbeiter von Opel erneut unter Druck. Mit den Erklärungen reagierte Opel auf einen Bericht, nach dem der Hersteller darüber nachdenkt, dass Modell bereits ab 2015 im englischen Werk in Ellesmere Port produzieren zu lassen. Neben Ellesmere Port wird auch das polnische Gliwice als Produktionsstätte des Astra in Erwägung gezogen. Von Opel wurde darauf verwiesen, dass es sich bei dem Werk in Rüsselsheim, um das einzige Insignia-Werk handelt, das sich im europäischen Produktionsverband befindet. Aus diesem Grund genießt es auch ein entsprechendes Alleinstellungsmerkmal.

Opel sorgt weiter für Sorgenfalten bei General Motors

6. Mai 2012 Keine Kommentare
Opel

Opel | © by flickr/ RUD66

Der deutsche Traditionshersteller Opel sorgt bei dem US-amerikanischen Mutterkonzern General Motors weiterhin für Sorgenfalten. Trotz aller Bemühungen kommt der Hersteller nicht vom Fleck. Der Autobauer schreibt anhaltend hohe Verluste und kämpft mit einem Rückgang bei den Verkaufszahlen. Zu Jahresbeginn haben die Rüsselsheimer ihrem Mutterkonzern einmal mehr das Ergebnis verhagelt. Wie Konzernchef Dan Akerson am Donnerstag in Detroit betonte, bleibt Europa für General Motors auch weiterhin eine Baustelle. Demnach stünden nach Angaben von GM mehr Autos unverkauft herum als es dem Unternehmen lieb sei.

Infolge der negativen Entwicklungen musste auch der Aktienkurs von General Motors erneut Federn lassen. So sank dieser um insgesamt zwei Prozent. Amerikanische Anleger und Analysten fordern bereits seit langem ein hartes Durchgreifen von GM in Europa. Durch einen neuen Sparplan könnten auf die Mitarbeiter jedoch Stellenstreichungen und Werksschließungen zukommen. Berichten zufolge passiere bereits viel im Background. Mit Details hält sich das Unternehmen jedoch zurück. Im ersten Quartal musste sich GM mit einem Minus im Europageschäft von operativ 256 Millionen Dollar zufrieden geben. Dies entspricht umgerechnet einer Summe von 195 Millionen Euro. Noch im Vorjahr konnte Opel gemeinsam mit dem britischen Hersteller Vauxhall noch einen kleinen Gewinn einfahren. Infolge der Euro-Schuldenkrise begannen die Verkäufe dann jedoch wieder zu stocken. Am Ende musste GM schließlich bereits den fünften Jahresverlust infolge bekanntgeben.

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Opel arbeitet an neuem Sparprogramm

1. April 2012 Keine Kommentare
Opel

Opel | © by flickr/ RUD66

Der deutsche Autobauer Opel kann die Krise auch weiterhin nicht hinter sich lassen. Nun arbeitet das Unternehmen offenbar an einem neuen Sparprogramm. Mit ihm soll den negativen Absatzentwicklungen der ersten beiden Monate des Jahres entgegen gewirkt werden. Zuletzt sorgten vor allem Spekulationen um eine mögliche Schließung des Bochumer Werkes bundesweit für Aufsehen. In Bochum rechnen immer mehr Mitarbeiter mit einer neuen Sparrunde. Der deutsche Autobauer möchte mit dieser nicht nur den Milliardenverlusten, sondern auch der Absatzschwäche und den Überkapazitäten den Kampf ansagen. Am Mittwoch hat der Aufsichtsrat des verlustreichen Autobauers erneut die Beratungen über die Sanierung des deutschen Traditionsherstellers aufgenommen. Auch weiterhin leidet die Marke mit dem Blitz massiv unter der enormen Nachfrageflaute in Europa.

Europa gilt als einziger bedeutender Absatzmarkt für den Hersteller. Auch weiterhin sind die Werke von Opel nicht ausgelastet. Dabei wurden die Kapazitäten jüngst erst um 20 Prozent gekappt. Im Zuge der neuen Beratungen wird deutlich, dass sich die Mitarbeiter von Opel abermals auf tiefe Einschnitte einstellen müssen. Sowohl die Arbeitgeber- als auch die Arbeitnehmerseite geben sich nach außen zunächst zurückhaltend. In einer kurzen Mitteilung verwies die Adam Opel AG am Mittwoch darauf, dass man sich einig sei, dass der Hersteller profitabel arbeiten  muss. Der Ton dürfte hinter verschlossenen Türen jedoch in jedem Fall rauer sein. Neben einem weiteren Lohnverzicht steht auch der Wegfall von Zuschlägen abermals zur Diskussion.

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