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Reifendruckkontrollsysteme sollen Sicherheit erhöhen

12. August 2010 Keine Kommentare

In den kommenden Jahren sollen die Reifendruckkontrollsysteme als Pflichtausstattung in Europa eingeführt werden. In den USA sind sie bereits seit einiger Zeit vorhanden. Durch sie soll in erster Linie die Sicherheit im Auto erhöht werden. Nun haben US-Wissenschaftler jedoch herausgefunden, dass die Reifensensoren sehr anfällig gegenüber drahtlosen, äußeren Angriffen sind. Bei umfangreichen Tests ist es den Wissenschaftler in den USA gelungen, durch Eingriffe am Reifendruckkontrollsystem das elektronische Steuersystem, das in Fahrzeugen vorhanden ist, zu manipulieren. Dabei ist das Konzept, das hinter dem Reifendruckkontrollsystem steht, gänzlich einfach. Ein kleiner Sensor misst den Druck eines Autoreifens und gibt sich dann zu erkennen, wenn durch einen falschen Reifendruck Gefahren für den Fahrer entstehen.

Das Reifendruckkontrollsystem setzt sich aus drei wesentlichen Elementen zusammen. Neben dem Sender handelt es sich um die Antenne und den Sensor. Die Antenne befindet sich in der Regel im Radkasten. Der Sensor ist ausschließlich für das Messen des Reifendrucks verantwortlich. Seine Daten werden schließlich drahtlos an das elektronische Steuersystem übermittelt. Das ECU warnt den Fahrer schließlich vor dem Luftverlust beim Reifen. Da die Kommunikation, die zwischen Sensor und ECU stattfindet, nicht verschlüsselt ist, kann sie problemlos manipuliert werden. Für die Sicherheit haben die Entwickler den Reifensensor mit einer 32 Bit langen Kennung ausgestattet. Die US-Wissenschaftler konnten sich sowohl in die Kennung als auch in die Kommunikation einlinken. Dadurch können Autos von Fahrern zum Beispiel problemlos geortet werden. Letztlich kann aber auch aktiv in das System eingegriffen werden.

Ein Angreifer kann unter anderem durch falsche Sensorenmeldungen Fahrer verunsichern und dadurch die Sicherheit auf der Straße behindern.