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Toyota kann endlich aufatmen

In den vergangenen Monaten musste sich der japanische Autobauer Toyota immer wieder Kritik und Negativschlagzeilen stellen. Nun kann der Autohersteller aufatmen. Nach aktuellen Medienberichten waren technische Unzulänglichkeiten nicht der Grund für viele Unfälle in den USA. Unfallursache waren meist Fehler der Fahrer. Dies wurde durch eine vorläufige Regierungsstudie deutlich. Diese hat 58 Unfallschreiber im Detail ausgewertet. Anhand der Black Boxes konnte ermittelt werden, dass die Fahrer bei mindestens 35 Unfällen nicht auf die Bremse getreten haben. In zahlreichen anderen Fällen bremsten die Fahrer nur halbherzig oder reagierten erst in letzter Sekunde.

Die aktuelle Studie wurde im Auftrag der US-amerikanischen Regierung durchgeführt. Nachdem erst in den vergangenen Tagen örtliche Medien aus dem offiziellen Papier zitierten, berichtete das Wall Street Journal bereits im Juni über erste Ergebnisse. In nur einem Fall verklemmte sich die Fußmatte in einem Toyota so stark, dass sie der Grund für den Unfall war.

Dank der Studie kann Toyota zunächst aufatmen. Immerhin stehen dem Konzern Gerichtsverhandlungen bevor, die über den Schadenersatz für Unfallopfer und Hinterbliebene entscheiden sollen. Aber auch gegenüber der Politik dürfte die Studie Toyota den Rücken stärken können. Vor allem Ray LaHood kritisierte Toyota in der Vergangenheit immer wieder stark. Der US-Verkehrsminister unterstellte dem Konzern, dass die wahren Gründe für die plötzlichen Beschleunigungen verheimlicht werden. LaHood verwies dabei immer wieder auf die komplexe Elektronik, die in den Wagen verbaut wird.

Noch immer untersuchen die National Academy of Sciences und die Raumfahrtbehörde NASA die Elektronik von Toyota. Obwohl bereits erste Zwischenergebnisse feststehen, halten sich die Experten noch immer bedeckt. Aufgrund klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten musste Toyota in den vergangenen Monaten über 8 Millionen Wagen zurückrufen. Zudem musste der Autohersteller in den USA eine hohe Strafe zahlen, da die Probleme nicht rechtzeitig gemeldet wurden.

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