Fahrzeugtechnik

Winter- und Sommerreifen: Der Unterschied liegt im Detail

Ein großer Unterscheid zwischen den Modellen von Sommer- und Winterreifen besteht in der unterschiedlichen Materialbeschaffenheit der Gummimischsungen. Die Gummimischung der Winterreifen ist deutlich elastischer und garantiert auf diese Weise beste Hafteigenschaften auf nasser Fahrbahn bei niedrigen Temperaturen. Ein Sommerreifen bringt seine volle Fahrleistung bei ca. 7 Grad Celsius. Fällt die Temperatur unter diese Grenze wird die Lauffläche des Reifens deutlich härter und verliert somit ihre Leistungsfähigkeit.

Wirft man einen genaueren Blick auf das Profil des Winterreifens, so wird schnell klar, dass die Anzahl der Profileinkerbungen im Vergleich zum Sommerreifen deutlich höher ist. Auf diese Weise entsteht eine höhere Manövrierbarkeit, da die Anzahl von Angriffswinkel und Profilkanten sehr groß ist.

Auch die Anzahl der Lamellen innerhalb des Profils ist bei Winterreifen fünfmal so hoch. Die Folge ist eine messbar erhöhte Straßenhaftung und eine bessere Kraftübertragung auf einer geschlossenen, kompakten Schneedecke.
Ebenfalls sehr schnell ins Auge fallen bei den Modellen der Winterreifen die breiten Längsrillen. Sie sind dafür verantwortlich, dass Schnee und Matsch schnell nach außen abgeleitet werden können. Achtung: Durch die Längsorientierung des Profils ist die Laufrichtung der Reifen sehr häufig schon vorgegeben.
Eine kleinere Gruppe von Winterreifen verfügt über ein sogenanntes asymmetrisches Reifenprofil. Die Lauffläche des Reifens ist dann in unterschiedliche Bereiche, meist drei an der Zahl, aufgeteilt. Jedem unterschiedlichen Bereich der Lauffläche wird eine andere Eigenschaft und Aufgabe zugeschrieben. Auch hier ist bei der Montage Innen- und Außenseite der Reifen zu beachten.

Bei dem Wechseln der Reifenarten empfiehlt sich hierzulande die O-O Regel, das heißt dass die Winterreifen von Oktober bis Ostern gefahren werden sollten. Sommerreifen für kleines Geld findet man in einer großen Auswahl zum Beispiel online.

Sie werden dann in der restlichen Zeit des Jahres von ca. Ostern bis Ende Oktober gefahren. Nur durch das angemessene Winterreifenprofil ist an kalten Tagen in den Wintermonaten der volle Versicherungsschutz für den PKW-Halter gegeben. Auch für die persönliche Sicherheit, sollte das Umrüsten auf Winterreifen eine Selbstverständlichkeit sein. Winterreifen wird nachgesagt, dass sie aufgrund ihrer Laufeigenschaften im alltäglichen Verkehr ca. 0,5 Liter auf 100 km mehr verbrauchen können.

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